Insights

Klassiker und Exoten der Klassik

Zum Kennenlernen und Wiederentdecken

Klassiker und Exoten der Klassik

Saison 2026/27

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 5

Ta-ta-ta-taaaa!! Der Anfang von Beethovens „Fünfter“ ist wohl das bekannteste Motiv der gesamten klassischen Musik. „So pocht das Schicksal an die Pforte“, soll der Komponist seinem Biografen Anton Schindler anvertraut haben. Und folgerichtig stilisierte man die Sinfonie im 19. Jahrhundert zum persönlichen Bekenntnis des Wiener Meisters, der darin sein Ringen mit den Widrigkeiten des Lebens hochdramatisch in Töne gegossen habe. 

 

Als wahrscheinlicher gilt heute allerdings, dass Beethoven das kurze Motiv aus der Hymne du Panthéon seines Kollegen Luigi Cherubini entliehen hat: Dort besingen die „Wächter des Friedens“ in einem zum Verwechseln ähnlichen Rhythmus ihre Entschlossenheit, notfalls bis zum Tod für die Republik zu kämpfen. Die Aussage würde durchaus zu Beethoven passen, der bekanntermaßen stark mit den Idealen der Französischen Revolution sympathisierte. Doch ob die Musik der c-Moll-Sinfonie nun einem außermusikalischen Gedanken folgt oder nicht: Fraglos behauptet sie bis heute ihren Platz als eines der ganz großen Werke der Musikgeschichte.

Antonio Vivaldi

Die vier Jahreszeiten

Vermutlich ist es DAS berühmteste Stück aller Zeiten: Antonio Vivaldis Le quattro stagioni. Vier Violinkonzerte, deren Titel „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“ und „Winter“ auf ein eindeutiges Programm verweisen. Der venezianische Komponist eroberte damit im 18. Jahrhundert neues Terrain, denn konkrete außermusikalische Inhalte in Musik darzustellen war bis dato der Oper vorbehalten. Vivaldi aber ließ in seinen Jahreszeiten Bäche säuseln, Gewitter herniederdonnern, ein Kaminfeuer knistern und Schlittschuhläufer über knackendes Eis gleiten. Jedem seiner vier Konzerte stellte er ein Sonett voraus, das den programmatischen Inhalt unmissverständlich zusammenfasst. Und obwohl Vivaldi dadurch einen denkbar kleinen Interpretationsspielraum für seine Zuhörer:innen ließ, entfalten die vier Violinkonzerte einen Spannungsreichtum, der bis heute seinesgleichen sucht. So gibt es auch auf die Frage, warum es den Quattro stagioni gelungen ist, die Jahrhunderte als Hit zu überdauern und jegliche Zweitverwertung in der Werbung, im Film oder im Fahrstuhl nahezu schadlos zu überstehen, nur eine Antwort: Weil es einfach gute Musik ist!

Klassiker und Exoten der Klassik

Von A bis Z

Ludwig van Beethoven

  • Klavierkonzert Nr. 4
  • Sinfonie Nr. 5

Joseph Bologne, Chevalier de Saint Georges

  • Violinkonzert op. 5 Nr. 2

Johannes Brahms

  • Sinfonie Nr. 1

Aaron Copland

  • Appalachian Spring

Antonín Dvořák

  • Cellokonzert

George Gershwin

  • Rhapsody in Blue

Edvard Grieg

  • Peer Gynt

Gustav Mahler

  • Sinfonie Nr. 1
  • Sinfonie Nr. 5

Felix Mendelssohn

  • Violinkonzert

Wolfgang Amadeus Mozart

  • „Jupiter-Sinfonie“

Sergej Prokofjew

  • Sinfonie Nr. 5

Maurice Ravel

  • Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2

Dmitri Schostakowitsch

  • Sinfonie Nr. 9

Bedřich Smetana

  • Má vlast

Igor Strawinsky

  • Le sacre du printemps
  • Der Feuervogel

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

  • Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“
  • Klavierkonzert Nr. 1

Giovanni Battista Viotti

  • Violinkonzert Nr. 22

Antonio Vivaldi

  • Die vier Jahreszeiten