Klassiker und Exoten der Klassik
Zum Kennenlernen und Wiederentdecken

Saison 2026/27
Sinfonie Nr. 5
Ta-ta-ta-taaaa!! Der Anfang von Beethovens „Fünfter“ ist wohl das bekannteste Motiv der gesamten klassischen Musik. „So pocht das Schicksal an die Pforte“, soll der Komponist seinem Biografen Anton Schindler anvertraut haben. Und folgerichtig stilisierte man die Sinfonie im 19. Jahrhundert zum persönlichen Bekenntnis des Wiener Meisters, der darin sein Ringen mit den Widrigkeiten des Lebens hochdramatisch in Töne gegossen habe.
Als wahrscheinlicher gilt heute allerdings, dass Beethoven das kurze Motiv aus der Hymne du Panthéon seines Kollegen Luigi Cherubini entliehen hat: Dort besingen die „Wächter des Friedens“ in einem zum Verwechseln ähnlichen Rhythmus ihre Entschlossenheit, notfalls bis zum Tod für die Republik zu kämpfen. Die Aussage würde durchaus zu Beethoven passen, der bekanntermaßen stark mit den Idealen der Französischen Revolution sympathisierte. Doch ob die Musik der c-Moll-Sinfonie nun einem außermusikalischen Gedanken folgt oder nicht: Fraglos behauptet sie bis heute ihren Platz als eines der ganz großen Werke der Musikgeschichte.
Saturday, 20. February 2027 | 8pm | Staatstheater BraunschweigThe Trinity SinfoniaFabian Müller
€ 79,00 | 74,00 | 69,00 | 62,00 | 42,00 | 32,00 + feeAbo MK discover now
Die vier Jahreszeiten
Vermutlich ist es DAS berühmteste Stück aller Zeiten: Antonio Vivaldis Le quattro stagioni. Vier Violinkonzerte, deren Titel „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“ und „Winter“ auf ein eindeutiges Programm verweisen. Der venezianische Komponist eroberte damit im 18. Jahrhundert neues Terrain, denn konkrete außermusikalische Inhalte in Musik darzustellen war bis dato der Oper vorbehalten. Vivaldi aber ließ in seinen Jahreszeiten Bäche säuseln, Gewitter herniederdonnern, ein Kaminfeuer knistern und Schlittschuhläufer über knackendes Eis gleiten. Jedem seiner vier Konzerte stellte er ein Sonett voraus, das den programmatischen Inhalt unmissverständlich zusammenfasst. Und obwohl Vivaldi dadurch einen denkbar kleinen Interpretationsspielraum für seine Zuhörer:innen ließ, entfalten die vier Violinkonzerte einen Spannungsreichtum, der bis heute seinesgleichen sucht. So gibt es auch auf die Frage, warum es den Quattro stagioni gelungen ist, die Jahrhunderte als Hit zu überdauern und jegliche Zweitverwertung in der Werbung, im Film oder im Fahrstuhl nahezu schadlos zu überstehen, nur eine Antwort: Weil es einfach gute Musik ist!
Friday, 16. April 2027 | 8pm | Staatstheater BraunschweigNemanja RadulovićDouble Sens
€ 69,00 | 64,00 | 59,00 | 54,00 | 38,00 | 27,00 + feeAbo MK discover now